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Hundetour 25. November 2012: Cave Walk Laze (Slowenien)
schau dir hier die Bilder und das Video von dieser Tour an

Es ist kurz vor dem Wochenende und die Wettervorhersage sieht nicht unbedingt gut, aber auch nicht unbedingt schlecht aus. Werden wir dieses Mal mit unseren Hunden endlich mal wieder eine Tour machen wie geplant? Am Samstag abend noch mal gecheckt: Es wird gehen, der Cave Walk in Laze (Slowenien) wird endlich gemacht. Sonntag in der Früh sammeln sich mehr Hunde als Leute unterhalb der Autobahnunterführung Maria Gail, und dann geht’s los! Nach einer Kaffeepause unterwegs erreichen wir den Wald nördlich von Laze. Die Autos werden abgestellt und die Hunde bekommen endlich die Freiheit. Sieben Vierbeiner sausen durch den Wald, während die fünf Besitzer sich bereit machen für die Wanderung.

Der Cave Walk ist eine Wandertour in einem Wald mit hunderten von Höhlen. Wir werden sieben von diesen Eingänge sehen, zwei Höhlen sind „Hunde-tauglich“ und diese werden wir besuchen. Vom Auto weg folgen wir einem schmalen Pfad und sehen links und rechts von uns tiefe Dolinen. Für Laien beeindruckend wegen ihrer Größen, für Höhlenforscher immer ein Zeichen, dass es hier Höhlen geben muss: Eine Doline ist eigentlich eine eingestürzten Höhlendecke. Je größer der unterirdische Saal war, um so größer die Doline. Schon nach ein paar Minuten nehmen wir die Hunde an die Leine und nähern wir uns der erste richtige Höhle: „Jama na Meji“. Ein großes Loch im Boden (etwa 20x10m und fast 50m tief!) formt den Eingang der Höhle. Mit einem Seil und Abseilgerät könnte man sich da runter lassen. Das machen wir natürlich nicht.

Es geht weiter in Richtung Westen und da finden wir die riesige Doline der „Vranja Jama“. Diese Doline misst in der Länge mehr als 200 Meter und in der Breite über 70 Meter. Wir steigen hinunter bis wir den eigentlichen Eingang erreichen, ein gigantisches Loch in einer 50m hohen Felswand. Beim Betreten der Höhle werden die Stirnlampen aufgesetzt. Die Hunde folgen uns brav über Stock und Stein, die brauchen keine Lampe. Wir besuchen den Eingangs- und einen Nebensaal und lassen uns von den Dimensionen beeindrucken. Dann geht es wieder hinaus. Auf zum nächsten Loch.

Wir umgehen die Doline der Vranja Jama und weil die Bäume ihr Laub verloren haben, sehen wir direkt auf den Planinska Polje. Das ist eine mehrere Kilometer lange Vertiefung in der Erdoberfläche, wo im Sommer die Kühe und Schafe grasen, nun ist sie aber durch das Hochwasser komplett überschwemmt, weil die Höhlen in denen das Wasser normalerweise verschwindet, die Menge nicht abtransportieren kann.

Über größere und kleinere Steine im Wald suchen wir unseren Weg zur „Skednena Jama“, einer Höhle mit einem besonderen Charakter: Man kann sie auf der einen Seite betreten, und auf der anderen Seite verlassen. Dazwischen liegt ein etwa 300m lange Gang. Bevor wir hinein gehen, machen wir mal eine Pause. Die Hunde brauchen etwas zum Trinken, die Begleiter etwas zum Essen. Dann kommen die Lampen wieder zum Einsatz. Steil geht es im Eingang hinunter, das Tageslicht wird immer weniger... Weiter in der Höhle drinnen sehen wir hinauf zur Decke: Da ist ein Loch, wir sehen den Himmel! Die meisten Höhlenforscher würden diesen Eingang bevorzugen. Der Höhlengang krümmt sich nach links und dann erreichen wir den Ausgang. Wir befinden uns erneut in einer Doline. Wir wandern hinauf, wieder zum normalen Wanderweg zurück.

Direkt nach diese Höhle finden wir schon die nächste, aber dort sehen wir uns nur den Eingang an. Die Hunde laufen um uns herum und interessieren sich mehr fürs Wandern und Spielen als für die Höhlen... komisch! Wir navigieren über Forst- und Wanderwege durch den Wald und kommen zum letzten Loch, das wir uns ansehen möchten: Najdena Jama. Obwohl wir einige Höhlen mit riesigen Eingängen besucht haben, finden wir hier ein relativ kleines Loch: Kaum 70cm im Durchmesser. So was kann aber täuschen, denn die „großen“ Höhlen sind eher klein während dieses kleine Loch zum größten System im Wald führt: Mit über 5km (!) ist die Najdena bei Weitem die Führerin in ihrer Liga. Hinein gehen wir nicht, denn das Loch ist schmal und verschwindet senkrecht in den Boden. Die Hunde würden sich nicht freuen, und die meisten ihrer Begleiter noch weniger.

s sind einige Stunden verstrichen und obwohl noch mindestens zwei interessante Höhlen zum anschauen wären, steigt bei der Gesellschaft das Interesse an Kaffee. Also, auf dem kürzesten Weg zum Auto und ab in eine Kneipe. In Vrhnika gibt es ein gutes Restaurant, wo man anständig essen kann und wo wir uns länger unterhalten. Aber irgendwann müssen wir wieder nach Villach und so erreichen wir im Dunkeln die Unterführung bei Maria Gail wieder. Ganz zurecht hat Winfried sich heute gefragt: „War das jetzt eine „Hund-am-Berg-Tour“ oder eine „Hund-im-Berg-Tour“???