Val Rosandra (I)

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Seit 2011 gibt es Hundewanderungen beim Villacher Alpenverein. Aber bis jetzt waren es immer nur Tagesausflüge. Schön, aber vielleicht müsste man mal was anderes probieren. Nach einer kleinen Umfrage habe ich erfahren, dass die Leute sich auch ein ganzes Wochenende wünschen würden. Also: planen und fahren! Das erste Hundewochenende hat uns dann in Richtung Triester Karst gebracht.

Vom Treffpunkt in Villach fahren wir flott in Richtung Slowenien, aber wegen Tunnelarbeiten und der damit zusammenhängenden Blockabfertigung, steht unser zwei-Auto-Konvoi bald wieder. Zum Glück nicht lange, denn nach ein paar Minuten fahren wir ins Dunkel hinein. Auf der Slowenischen Seite des Tunnels scheint auch die Sonne, so wie bei uns. Wir fahren etwa eine Stunde, bis Vrhnika, wo es eine Kaffeepause gibt. Von hier aus ist es noch einmal eine kleine Stunde Autofahrt bis zu unserer ersten Wanderung.

Die Autos werden geparkt in San Lorenzo in Italien, am Rand des Plateaus der Val Rosandra. Dieses Gebiet ist bekannt für seine Kletterfelsen (sogar im Winter ist es hier gut klettern!) und seine Wander- und Radwege. Von der kleine Kirche aus erreichen wir bald den oberen Rand des Tals und sehen direkt vor uns die Triester Bucht und unter uns das Val Rosandra. Logischerweise sind wir nicht die einzigen die auf die Idee gekommen sind hier wandern zu gehen, und schon bald überholen wir die ersten Wanderer. An der Geländekante entlang wandern wir in Richtung Südosten. Das Wetter passt, die Hunde sind begeistert und der kleine Timmy schlägt sich tapfer im Vergleich zu den Erwachsenen. Unter uns erblicken wir die kleine Kirche Santa Maria in Siaris: „da kommen wir später vorbei“ erkläre ich meinen Leuten. Bis dahin werden wir aber noch etwas brauchen…

Wir biegen links ab und erreichen eine kleine Ortschaft von wo aus wir einer alten Bahntrasse folgen. Dieser Wander- und Radweg ist ziemlich belebt, aber wir müssen da mal durch. Es folgen ein paar Tunnel und dann, auf der Stelle wo wir nach links abbiegen müssen, wird einstimmig beschlossen eine kurze Pause einzulegen. Mit Blick auf einer Kletterwand kommen die Semmeln aus dem Rucksack und werden gegessen. Severin sieht sich ein bisschen im Wald um und entdeckt ein paar „Steinböcke oder Gämsen“, die eigentlich Ziegen sind. Der ist sicher nicht vom Land! Aber schöne Fotos hat er trotzdem gemacht.

Jetzt steigen wir ab zu einem Gehöft namens Botazzo, das nur vier oder fünf Häuser und eine Kneipe zählt. Hier fließt auch der Torrente Rosandra, der Bach der nach dem das Tal genannt wurde. Die Hunde zweifeln nicht und hupfen direkt ins Wasser und spielen etwas. Auch einige Leute spielen mit dem Wasser und bald gibt es feuchte T-Shirts. Bei dem Wetter aber kein Problem. Wir folgen dem Bach und dem Tal stromabwärts und als wir den Wald verlassen, wandern wir in einem offenen und felsigen Gelände und in halber Höhe des Tals. Nicht weil der Weg angestiegen ist, aber weil das Tal auf einmal viel tiefer geworden ist: ein vierzig Meter hoher Wasserfall ist die Erklärung für dieses Phänomen.

Etwas weiter steigen wir dann doch etwas hinauf, damit wir die Kirche Santa Maria besichtigen können. Man geht nur wegen der Kirche hinauf, und nach der Besichtigung steigt man wieder hinunter zum Wanderweg. Die Schlucht der Rosandra liegt rechts unter uns, aber wir steigen ab und kommen den Bach immer näher. Einmal auf gleicher Höhe finden die Hunde direkt den Weg ins Wasser. Etwas weiter zieht es uns zur Terrasse der Berghütte (im Tal?) des Italienischen Alpenvereins hin.

Nach dieser Pause erwarten uns noch dreihundert Meter Höhenunterschied bis zum Auto, also werden alle Energiereserven noch mal angesprochen. Wir folgen dem Steig hinauf und genießen unterwegs noch mal die Aussicht von einer kleinen Aussichtskanzel bei Mocco. Weiter hinauf, ein Stück entlang der alten Eisenbahntrasse, eine Kehre und wieder weiter hinauf. Letztendlich erreichen wir die Kirche in San Lorenzo, wo unsere Autos stehen. Tour zu Ende.

Wir fahren gemeinsam zum Supermarkt in Kozina (Slowenien) und kaufen einen anständigen Vorrat an Snacks und Getränke. Man weiß ja nie wie lange der Abend dauern wird, oder? Die Fahrt zu unserer Unterkunft in Vremski Britof verläuft ohne Probleme und Essen tun wir in Betanja, einer kleinen Ortschaft am Rande der großen Doline der Škocjanske Jame . Das Wetter passt noch immer und wir sitzen bis nach neun auf der Terrasse. Zurück in unserem Haus lassen wir uns die Einkäufe schmecken und damit ist der Tag vorbei. Morgen ein neues Programm.
Eckdaten
datum
10.05.2014
Hunde
3
personen
7
wetter
sommerlich
land
Italien
region
Val Rosandra - Triest
ausgangspunkt
St. Lorenzo/Jezero
länge
12,5 km
zeitaufwand
5 St.
höchster punkt
"Hoch"Ebene St. Lorenzo
höhenmeter
385 m
schwierigkeit
1 - 2 - 3 - 4 - 5
hütten / restaurants
in Draga, Botazzo, und Bagnoli Superiore