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Wandertour 24. Juni 2012: Großer Rosennock
schau dir hier die Bilder und das Video von dieser Tour an

Wegen der zu erwartenden Hitze fahren wir etwas früher los als normal: Um 8.00 Uhr zieht die Mini-Karawane (zwei Autos mit fünf Zwei- und drei Vierbeiner) in Richtung Nockberge los. Bundesstrasse nach Radenthein, abzweigen nach Kanig und oberhalb dieses kleinen Dorfes ein breiter Forstweg bis zum Erlacher Haus. Kurz glaubt Monique, dass wir schon zu weit gefahren sind, aber mein Gedächtnis ist doch besser als ihre Orientierung. Vor der Hütte kommt uns, dass die Temperaturen in über 1600m tiefer sind als im Tal und dass es deshalb zuerst mal einen Kaffee geben muss. Erst dann kann es losgehen.

Obwohl die Sonne ihr bestes gibt, verhindern die Wolken den Temperaturanstieg. Im Gegensatz zu unserer Route, die langsam bergauf führt. Über einen Forstweg spazieren wir gemütlich die ersten Höhenmeter hinauf. Bei einem kleinen Bach trinken die Hunde etwas und dann geht es in einer Wiese weiter. Kühe liegen in der Sonne und glotzen uns an. Tessa geht ohne Probleme vorbei, Mikey meidet die Kühe und weicht in einem weiten Bogen aus und Benny knurrt sie an. Drei Hunde, drei Meinungen...

Rechts von uns liegt die Zunderwand und oberhalb von dieser sehen wir das Gipfelkreuz des Predigstuhls. Wir biegen aber nicht nach rechts, sondern nach links ab und steigen etwas höher, zwischen großen Felsbrocken aus Urgestein, hinauf. Auf einmal ist da der Naßbodensee: Ein kleiner, netter See, wo der Wasserstand überraschend niedrig ist. Das „Monster vom Naßbodensee“ (heißt es eigentlich „Nassie“ statt „Nessie“??) steckt seinen Kopf weit über die Oberfläche. Die Hunde interessiert der Holzklotz nicht, sie spielen im Wasser. Die Menschen suchen im Wasser nach Salamander und Molchen.

Nach der Pause müssen wir aber weiter: Es warten immerhin noch 400 von insgesamt 800 Höhenmetern! Auf der anderen Seite des Sees biegen wir nach rechts und ein paar Hundert Meter weiter machen wir das Gleiche noch einmal. Wir befinden uns auf einer offenen Wiese und in Gedanken sind einige von uns schon im Winter: Hier müsste man sich mit Tourenskiern oder Schneeschuhen gut austoben können...

Benny fängt kurz an zu humpeln. Die scharfen Ränder der Steine haben die Fußsohle etwas verletzt. Er geht aber tapfer weiter hinauf. Dann, auf einmal, sichten wir das Gipfelkreuz, wir sind oben. Die Wolken hängen in gleicher Höhe wie wir und werden vom Wind von Süden nach Norden geblasen. Ein richtiges Schauspiel. Weil es so bewölkt ist, können wir die Aussicht nicht richtig genießen: Obwohl der Rosennock der höchste Berg in der Umgebung ist, verhindern die Wolken, dass wir uns umschauen können. Nach Norden ist der Blick okay, nach Süden eher weniger interessant: Alles weiß und grau.

Wenn die Sonne nicht so richtig scheint, ist es am Gipfel auch nicht besonders warm. Trotzdem verbringen wir fast eine Stunde da oben. Erst als es den Damen wirklich zu kalt wird, gehen wir wieder hinunter. Der erste Abschnitt verläuft über den gleichen Weg den wir gekommen sind, dann biegen wir ab in Richtung Feldhütte. Der Abstieg verläuft wieder über Wiesen, etwas später durch einen Lärchenwald. Bei der Feldhütte stoßen wir wieder auf den Forstweg und schon bald erreichen wir unseren Ausgangspunkt: Das Erlacher Haus. Jeder ist hungrig und so verbringen wir auf der Terrasse noch einige Zeit, bevor wir wieder heimwärts kehren.