Wandertour 24. Jänner 2013

Kühnburg (A)

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Endlich: Schnee in Kärnten! Während es schon im Oktober und November ein wenig geschneit hat, haben wir für unsere Tour im Februar so richtig Schnee bestellt. Und siehe da, in der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es fest geschneit. Unser Rudel sammelt sich so gegen 8:30 Uhr am Parkplatz und gemeinsam wird die Fahrt in Richtung Gailtal fortgesetzt. Eine relativ kleine Gruppe dieses Mal: Sechs Hunde und vier Menschen.

Die Autos werden in Obervellach bei Hermagor geparkt und zu Fuß geht es weiter. Vom Parkplatz aus wandern wir aus dem Dorf hinaus und sogleich werden die Schneeschuhe angeschnallt. Der erste Teil unserer Tour ist schon gespurt, das macht das Leben etwas leichter. Aber schon nach 300m kommen wir an eine Gabelung wo die Spur geradeaus führt, wir aber rechts gehen müssen. Gleich wird uns klar, dass es keine leichte Wanderung sein wird: Trotz Schneeschuhe sinken wir bis über die Knie im frischen Pulverschnee ein. Der Weg führt nach Norden und ist am Anfang noch relativ eben. Wir bewegen uns durch eine tief verschneite Winterlandschaft und der Schnee rieselt auf uns herab. Wunderschön! Ich kann mich an ein paar Hohlwege erinnern, die ich im Herbst begangen habe. Jetzt sind sie aber (fast) unbegehbar: Hier hat sich derart viel Schnee angesammelt, dass er stellenweise mehr als ein Meter tief ist. Die einfachste Lösung ist uns klar: Parallel zum Steig durch den offenen Wald weiter gehen.

Während Tessa brav unserer der Spur folgt, sind alle anderen Hunde davon überzeugt, dass sie ihren eigenen Weg suchen müssen. Manchmal sinken sie so tief ein, dass nur noch ein paar Ohren oder ein Schwanz aus der weißen Pracht ragt. Bei Tessa und Cira sammeln sich Schneeklumpen im Fell an und sehen aus wie Weihnachstkugeln. Zeit für eine Pause im Schnee. Im Stehend wird etwas gegessen und getrunken.

Wenige Minuten später erreichen wir eine Stelle an der der Wanderweg auf einen Forstweg stößt. Hier erwartet uns eine Hürde: Obwohl ich nur eine Armlänge vom Forstweg entfernt stehe, scheint er unerreichbar, weil die Schneedecke dicker ist als ich groß bin! Wie kommt man da wohl hinauf? Links und rechts sind keine Alternativen zu entdecken, also lehne ich mich vornüber und drücke den Schnee hinunter. Ein Knie haue ich in den Schnee hinein, das zweite folgt, etwas kriechen und dann kann ich mich endlich aufrichten. Ich bin oben. Die anderen haben es nun viel leichter.

Die Fortsetzung unserer Tour ist ab hier einfacher. Wir müssen nur noch wenig aufwärts und nach der nächsten Gabelung geht es nur noch bergab. Der breite Forstweg schlängelt sich durch den Wald und eine kleine Stunde später erreichen wir die Burgruine Kühnburg. Ein schöner Turm mit super Aussicht, wenn das Wetter mitspielen würde. Just in dem Moment als wir zum Turm kommen schneit es fest und nebenbei ist es etwas nebelig. Unter einem Dach legen wir eine zweite Unterbrechung ein. Tessa wird erneut gepflegt (Schneekugeln werden entfernt) und kann danach wieder normal gehen, denn die letzten 5 Minuten waren für sie anstrengend, mit so vielen und so großen Schneeklumpen im Fell.

Wenn man die ganze Zeit in Bewegung war und sich dann kurz hinsetzt, wird einem schnell kalt. Kathi ist die erste die wieder die Schneeschuhe anschnallt. Dem Vorbild wird dankbar gefolgt und bald ist die Gruppe wieder unterwegs. Den Jagersteig in Richtung Obervellach lassen wir. Er ist bei diesen Verhältnissen sicher zu steil. Stattdessen folgen wir dem breiten Weg nach unten und begegnen sogar einem anderen Schneeschuhgeher. Da auch er eine Spur hinterlassen hat, hat er es uns leichter gemacht, danke! Eine halbe Stunde später erreichen wir die kleine Ortschaft Kühnburg. Wir wandern an ein paar Häusern vorbei und suchen da nach dem letzten Teil unserer Wanderung.

Ein schmaler Seig führt von Kühnburg nach Obervellach, aber dortr heute noch keiner und so üssen wir selber eine Spur anlegen, Winfried und ich wechseln einander wieder ab. Die Temperatur ist inzwischen etwas angestiegen und wird jetzt um die Null Grad haben. Wir merken das sofort: Der Schnee pickt an Schneeschuhen und Stöcken. Aber das Ziel kommt immer näher. Als wir Obervellach wieder erreichen, wandern wir über verschneiten Asphalt zu unseren Autos zurück. Tessa wird noch mal „entschneit“ und dann fahren wir zur nächsten Kneipe. Wir sind uns einig: Die Tour war anstrengend, aber schön.