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Wandertour 25. März: Gerlitzen / Hüttersteig
schau dir hier die Bilder von dieser Tour an

Nachdem im Alpenvereinsheft ein Artikel über „Hund am Berg“ erschien, meldeten sich soviele Leute für die Gerlitzentour an, dass eine Warteliste geschrieben werden musste. Wie üblich meldeten sich wieder ein paar Teilnehmer ab und so konnten andere wieder mitkommen. Im allerletzten Moment gab es dann noch zwei weitere Abmeldungen und so bestand unsere Gruppe „nur“ aus 7 Zwei- und 6 Vierbeinern. Und so ging es dann vom Treffpunkt in Sattendorf los.

Die Route war einfach: Von Sattendorf über den Aussichtsweg nach Annenheim, dann über den Hüttersteig hinauf bis zur Kanzel, etwas essen und trinken beim Edelweisswirt und dann von der Kanzelhöhe wieder hinunter Richtung Sattendorf, wo wir uns die Wasserfälle noch ansehen wollten. Insgesamt 1000 Höhenmeter hinauf und wieder zurück und etwa 15 Kilometer zum Gehen.

Am Anfang ist es alles noch ziemlich leicht und einfach: Der Weg zieht sich relativ flach hinauf auf breiten Straßen und Forstwegen bis der Hüttersteig erreicht wird. Ab da wird alles auf einmal anders: Der Hüttersteig ist schmal und steil, und das merkt man gleich in den Wadeln. Dort wo unsere vierbeinigen Freunde mit Allradantrieb hinauf ziehen, manche Zweibeiner mit Stöcken wandern, müssen ein paar andere Menschen sich hinauf kämpfen. Natürlich sind alle recht fit und somit ist der Hütter Bauernhof schnell erreicht. In der Sonne wird die erste echte Pause gemacht. Müsli-Riegel und Semmeln finden den Weg in den Magen und stärken die strapazierten Muskeln. Wir sind aber erst auf etwa der Hälfte vom gesamten Anstieg...

Die beiden Mädels die wir dabei haben überlegen sich, ob sie die richtige Wahl getroffen haben heute mitzukommen: Es ist doch anstrengender als gedacht. Aber sie bleiben tapfer und glauben immer wieder ihrem Papa/Onkel, obwohl er schon zum sechsten Mal erzählt, dass die Hütte direkt hinter der nächste Kurve liegt. Eine der fünf bekannten Bergführer-Lügen... Die zwei Feuersalamander denen wir begegnen motivieren die jungen Damen weiter.

Als dann das Gelände endlich flacher wird und wir uns tatsächlich in der Nähe vom Edelweisswirt befinden, steigt auch die Moral. Die Gedanken an ein Getränk und etwas zum Essen verleiht auch Flügel! Wir setzen uns auf die Terrasse, weil es in der Sonne so angenehm ist. Doch die Sonne mag uns nicht und verschwindet hinter den Wolken, daher ziehen wir in die Hütte. Mit sechs Hunden in einem Restaurant? Kein Problem bei dieser Wirtin. Danke!

Nach der ausgiebigen Pause geht es wieder weiter. Gemütlich und bequem wandern wir in Richtung Kanzelhöhe und biegen beim Sonnenhotel nach rechts ab. Ab jetzt geht es bis auf minimale „Gegenanstiege“ nur noch bergab. Die meisten Leute haben beim Bergabgehen mehr Luft zum Reden...

Der Weg hinunter ist eigentlich nicht weniger Steil als hinauf, man braucht aber nicht soviel Energie. Es geht zügig in Richtung Sattendorf. Wir queren den Startplatz von den Paragleitern (keiner da!), kommen an ein paar Bauernhöfe vorbei und dann fragt sich jeder wo denn nun die Wasserfälle bleiben. Bei jedem kleinen Bach erwartet man den ersten von ihnen. Aber so weit sind wir noch nicht. Die Fälle sind schließlich erst im Finsterbach. Wegen des schneearmen Winters führt der Bach wenig Wasser, wodurch die Wasserfälle nicht so spektakulär sind wie sonst um diese Jahreszeit. Wir schauen uns den oberen Fall gemeinsam an, beim zweiten kommt nur noch die Hälfte der Gruppe mit mir mit und der letzte Wasserfall wird nur noch aus der Ferne angesehen. Die vergangenen 7,5 Stunden, 15 km und 1000 Höhenmeter haben mehr Energie gefressen als gedacht.

Aber vom letzten Wasserfall bis zum Auto sind es dann keine fünf Minuten mehr zum Gehen, die Tour ist zu Ende. Die Hunde legen sich in die eigenen Kofferräume und genießen ihre verdiente Ruhe. Deren Begleiter verabschieden sich und jeder geht seinen eigenen Weg. Zuhause warten schon die Muskelkater... Wie viele sind da betroffen? Von einer weiß ich es, sie ist zwei Tage lang mit sehr bequemen Schuhen in die Arbeit gegangen!